Jens Haverland - Schornsteinfegermeister 

Die Sache mit dem Glück und was der Schornsteinfeger damit zu tun hat…

Wünscht sich nicht jeder ein bisschen Glück? Wie schön, dass es da auch Glücksbinger gibt.


Wann wurde der Schornsteinfeger zum Glücksbringer?
Im 16.Jahrhundert begann sich das Schornsteinfegerhandwerk zu entwickeln. Die Menschen kochten und beheizten ihre Häuser unter offenen Rauchfängen und den ersten Schornsteinen.
Hierbei kam es nicht selten dazu, dass Rußablagerung im Schonstein Feuer fingen und damit das gesamte Haus und auch ganze Ortschaften niederbranden. Um diesem Inferno vorzubeugen, kehrten Schornsteinfeger die Rußablagerungen aus dem Schornstein. Der Schornsteinfeger bewahrte die Menschen somit vor Hausbränden.
Es verbreitete sich der Spruch „Zum Glück gibt es den Schornsteinfeger“.

Jens Haverland ist Schornsteinfegermeister in 3. Generation. Um diesen traditionellen Handwerksberuf ausüben zu können, ging der gebürtige Altentreptower 1998 drei Jahre in die Lehre und schloss diese 2001 erfolgreich mit dem Gesellenbrief ab.
Nach ausgiebiger Praxiserfahrung als Geselle folgte die Ausbildung als Gebäudeenergieberater und die im Handwerk höchste Qualifikation zum Meister.

In der heutigen Zeit umfasst das Berufsbild des Schornsteinfegers viele Aufgabenbereiche.
Hierzu gehören die Kontrolle von Feuerungs- und Lüftungsanlagen auf ihre Betriebs- und Brandsicherheit der Umweltschutz sowie die Energieeinsparung. Hierbei sollen die Betreiber von Feuerstätten vor Kohlenmonoxidvergiftungen und Bränden aber auch vor zu hohen Heizkosten bewahrt werden.

Durch die aktuelle politische Lage sind auch wieder vermehrt Feuerstätten gefragt mit denen man ein Stück weit unabhängig ist. Dazu zählen auch Öfen die mit festen Brennstoffen wie Holz betrieben werden. Deshalb ist auch wieder mehr und mehr das traditionelle Schornsteinfegerhandwerk gefragt.

Auf die Frage, was ein Beispiel für einen besonderen Glücksmoment in seinem Berufsalltag sei, antworte der Schornsteinfegermeister Jens Haverland mit einem Lächeln:
„Der Moment beim Schornsteinfegen an einem sonnigen Wintertag, wenn man die Aussicht in die frostige Winterlandschaft und rauchende Schornsteine von oben sehen kann.“

Zur Person: Jens Haverland, 40 Jahre, verheiratet, 2 Kinder
Zuhause in: Altentreptow
Beruf: Schornsteinfegermeister

Mein Herz schlägt für Altentreptow, weil ich hier aufgewachsen bin.
Engagement lohnt sich: um Zukunft zu gestalten.
3 Dinge, die jeder Besucher in Altentreptow gesehen haben muss: die alten Backsteingebäude, die Stadtmauer und die Tollensewiesen...
Eine Baustelle, um die man sich dringend kümmern sollte: um den Bahnhof.
Meine Bitte an die Menschen der Stadt: Habt die Sonne im Herzen und immer ein kleines Lächeln auf den Lippen.