Sprungziele
Seiteninhalt
29.01.2026

Interkommunale Zusammenarbeit zur medizinischen Versorgung: LOI unterzeichnet

Pressemitteilung der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg.
MVIMG_20260128_125210
MVIMG_20260128_125210

Die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg und mehrere Umlandkommunen haben einen Letter of Intent (LOI) zur interkommunalen Zusammenarbeit zur Sicherung der ambulanten medizinischen Versorgung unterzeichnet. Ziel ist es, die medizinische Versorgung in der Region gemeinsam, koordiniert und langfristig weiterzuentwickeln.

Mit der Unterzeichnung erklären die Städte Altentreptow, Burg Stargard und Penzlin sowie das Amt Neverin gemeinsam mit der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg ihren politischen Willen, die Sicherung der medizinischen Versorgung als gemeinsame regionale Aufgabe zu verstehen. Der LOI bildet den Auftakt für einen strukturierten Arbeitsprozess und begründet ausdrücklich noch keine konkreten Maßnahmen oder finanziellen Verpflichtungen.

„Die Herausforderungen in der medizinischen Versorgung machen nicht an Stadt- oder Gemeindegrenzen halt. Deshalb ist es folgerichtig, dieses Thema gemeinsam anzugehen“, sagt Oberbürgermeister Nico Klose. Neubrandenburg übernimmt im Rahmen der Vereinbarung die Koordination der interkommunalen Zusammenarbeit.

Gemeinsames Verständnis für regionale Herausforderungen
Hintergrund der Vereinbarung ist die angespannte Versorgungssituation, die unter anderem durch demografische Entwicklungen, bevorstehende Praxisabgaben und den zunehmenden Wettbewerb um medizinisches Fachpersonal geprägt ist. Die Partnerkommunen verständigen sich darauf, diese Entwicklungen künftig frühzeitig gemeinsam zu analysieren und abgestimmt darauf zu reagieren. 

Umfrage bestätigt Handlungsbedarf

Eine im Jahr 2025 durchgeführte Umfrage der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg unter ambulanten Arzt- und Zahnarztpraxen in Neubrandenburg unterstreicht den Handlungsbedarf. 32,8 Prozent der angeschriebenen Praxen beteiligten sich an der Befragung – ein Rücklauf, der belastbare Rückschlüsse erlaubt, aber nicht repräsentativ ist. Demnach wird die Arbeitsbelastung in vielen Praxen als hoch bis sehr hoch eingeschätzt. Zudem bestehen bereits heute offene Stellen für Ärzte und medizinische Fachangestellte, ein Teil der Praxen sieht sich in den kommenden Jahren mit Fragen der Praxisnachfolge konfrontiert. Auffällig ist zudem ein beidseitiger Versorgungsfluss zwischen der Vier-Tore-

Stadt und ihrem Umland. Hausarztpraxen behandeln nicht nur Patientinnen und Patienten aus dem Umland im Stadtgebiet, sondern auch städtische Patientinnen und Patienten im Umland – ein deutlicher Hinweis auf die enge Stadt-Land-Verflechtung in der medizinischen Versorgung.

Nächster Schritt: Abstimmung und Analyse
Der LOI ist auf eine Laufzeit von zunächst zwei Jahren angelegt. In dieser Zeit soll eine interkommunale Steuerungsgruppe eingerichtet werden, die gemeinsame Leitlinien entwickelt und Handlungsfelder priorisiert. Konkrete Maßnahmen, Projekte oder Finanzierungsmodelle werden erst in einem weiteren Schritt gemeinsam beraten und entschieden.

MVIMG_20260128_125423
MVIMG_20260128_125423

Pressestelle: Marcel Grömke, 0395 555-2685, presse@neubrandenburg.de


alle Mitteilungen

Seite zurück Nach oben