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Treptower Gesichter

An dieser Stelle möchten wir unseren Lesern und Leserinnen Menschen aus unserer Stadt näher vorstellen, damit wir uns besser kennenlernen und etwas mehr erfahren über die Arbeit, das Ehrenamt, den Alltag und die Stimmung in und um Altentreptow. 

Gerhard Quast - Unser Stadtvertretervorsteher

Was ist denn jetzt genau die Aufgabe eines Stadtvertretervorstehers?     

20220221_145553 © R.Heibel
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Zum einen ist Herr Quast zusammen mit der Bürgermeisterin und den Fachgebietsleitern für die Vorbereitung der Stadtvertretersitzung zuständig. Zum anderen sorgt Herr Quast, als Vorsitzender der Stadtvertretung und Leiter der Ratsversammlung, für einen störungsfreien Ablauf der Sitzung. Schnittmengen und Gemeinsamkeiten, die in kommunalpolitischen Diskussionen entstehen, versucht der Stadtvertretervorsteher zu bündeln und zu kanalisieren, um konstruktivste Ergebnisse aus der jeweiligen Beratung zu ziehen. Darüber hinaus nimmt der „erste Mann“ der Stadt vielfältige repräsentative Aufgaben in städtischen und überregionalen Bereichen wahr. Am Dienstag vor einer jeden Stadtvertretersitzung lädt Herr Quast zur Bürgersprechstunde ein. Jeder Einwohner kann dort seine Ideen, Hinweise aber auch Kritik äußern. Wer den Stadtvertretervorsteher direkt bei seiner Arbeit erleben möchte, ist auch herzlich zur nächsten Stadtvertretersitzung am 08.März 2022, um 18.00 Uhr, in die Aula der „Roten Schule“ eingeladen.

Zur Person: Gerhard Quast

  • Alter – 66 Jahre
  • Beruf – Dipl.Ing. für Landtechnik und Qualifikation für den Steuerfachwirt
  • Ehrenamt/Funktion: Mitglied der Altentreptower Wählergemeinschaft/SPD und Stadtvertretervorsteher
  • zuhause in Altentreptow

Mein Herz schlägt für Altentreptow, weil:

  • ich in der Zeit von 1970-1974 mein Abitur an der jetzigen KGS absolviert habe,-ich nach dem Studium 1979 mit meiner Familie nach Altentreptow gezogen bin, unsere Kinder in Altentreptow aufgewachsen sind und ich mein gesamtes Berufsleben in Altentreptow verbracht habe, -ich den ländlichen Charakter von Altentreptow sehr mag. Altentreptow es ist meine Heimatstadt.

Engagement lohnt sich, weil:

  • in einer Kleinstadt die Interessen der Menschen zeitnah aufgegriffen werden können und bei der Umsetzung von Projekten eine Resonanz schnell erkennbar ist.
  • Altentreptow den Raum für eine gute Lebensqualität bietet,Wir müssen deshalb unsere Stadt als Schulstandort weiter ausbauen und die Kita Landschaft vielfältiger gestalten. Die ansässigen Betriebe, Einrichtungen und Vereine brauchen unsere volle Aufmerksamkeit!

Drei Dinge, die jeder Besucher in Altentreptow gesehen haben muss:

  • die historische Altstadt mit der wunderschönen Sankt Petri Kirche, die Stadttore und die kleinen Gassen,
  • das Tollensetal
  • das Gebiet rund um den Klosterberg.

Eine Baustelle, um die man sich ganz dringend kümmern sollte:

Altentreptow hat überdurchschnittlich viel Raum für erneuerbare Energie hergegeben müssen, ohne davon zu partizipieren. Die Aufgabe besteht nun darin, alles und ich meine wirklich alles dafür zu tun, die Stadt und die Menschen an einer angemessenen Wertschöpfung teilhaben zu lassen. Das gesellschaftliche Ziel einer Energiewende kann nur im Einklang mit den betroffenen Menschen gelingen.

Eine Bitte an die Menschen der Stadt:

Ich wünsche mir ein friedliches und respektvolles Miteinander. Dabei sollte unabhängig von der Herkunft, der politischen Orientierung und des Glaubens jedem Menschen Wertschätzung entgegengebracht werden.

Gerhard Quast

Jördis Krepelin - Gleichstellungsbeauftragte 

Gleichstellung – Fairness – Chancengleichheit – das alles sind Dinge, die wir uns wünschen. So wollen wir behandelt werden und so sollte

Gleichstellungsbeauftragte Jördis Krepelin
Gleichstellungsbeauftragte Jördis Krepelin

n wir auch unseren Mitmenschen gegenübertreten. Im Alltag gelingt das nicht immer und es kann zu Konflikten kommen, in denen vermittelt werden muss. Dafür braucht man Menschen, die bereit sind zu helfen. Für unsere Stadt ist seit dem 09.02.2022 Frau Jördis Krepelin die neue Gleichstellungsbeauftragte.

Aber für wen genau ist Frau Krepelin denn nun Ansprechpartnerin?

Die Gleichstellungsbeauftrage versucht zu helfen, wenn Sie sich beruflich oder gesellschaftlich benachteiligt fühlen. Außerdem gibt sie Antworten auf frauen- und gleichstellungspolitische Fragen. Sollten Sie als Mädchen oder Frau Begleitung und Beratung in schwierigen Lebenssituationen benötigen, können Sie ebenfalls Frau Krepelin kontaktieren. Auch Mobbing und sexuelle Gewalt am Arbeitsplatz können thematisiert werden. Wichtig ist es zu erwähnen, dass in diesem Aufgabengebiet die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen und Männern gleichermaßen berücksichtigt werden sollen. Zu erreichen ist die neue Gleichstellungsbeauftragte unter der Tel. 03961-2638656 und unter der E-Mail- Adresse joerdiskrepelin@web.de .

Zur Person: Jördis Krepelin

  • Alter: 44 Jahre
  • Beruf: Assistenz der Bereichsleitung NORD für die ENERCON Service GmbH am Standort Altentreptow
  • Ehrenamt/Funktion: Gleichstellungsbeauftragte/ Stellvertreterin Kultur-und Sozialausschuss / Mitglied Altentreptower Wählergemeinschaft
  • Zuhause in: Altentreptow

Mein Herz schlägt für Altentreptow, weil:

  • die Stadt kleiner ist als andere Städte und wir seit 15 Jahren ein tolles Zuhause für unsere Familie gefunden haben.

Engagement lohnt sich, weil:

  • man sich in dieser Stadt mit einbringen kann. Dinge gestalten und Ideen gemeinsam umgesetzt werden. Man kann Gutes tun und zugleich die eigenen Bedürfnisse verwirklichen.

 Dinge, die jeder Besucher in Altentreptow unbedingt gesehen haben muss:

  • den Großen Stein auf dem Klosterberg,
  • die St. Petri-Kirche und die historischen Stadtführungen des Treptower Kultur- und Heimatverein e.V.

Eine „Baustelle“, um die man sich ganz dringend Kümmern sollte:

  • ist die fehlende Vielfalt der Kitalandschaft. Und die fehlende Chancengerechtigkeit für Kinder mit Förderbedarf an unseren Schulen.

Meine Bitte an die Menschen dieser Stadt: mutig, ehrlich und aufgeschlossen miteinander umgehen, rausgehen und Altentreptow bewegen

Jördis Krepelin

AG Stadtführung - Auf Tour in Altentreptow

AG Stadtführung – Auf Tour in Altentreptow

Stadttore, St.Petri Kirche, historisches Rathaus…Unsere kleine Stadt hat eine Menge zu erzählen.

Foto AG Stadtführung
Foto AG Stadtführung

Das dachten sich auch  Mitglieder des Treptower Kultur-und Heimatvereins, als sie im Mai 2017 ihren ersten Stadtrundgang durchführten. Die AG Stadtführung entstand, als eine spezialisierte Gruppe des Heimatvereins. Die Leitung übernahm Frau Schuster unterstützt von einem engagierten Team. Das Tourangebot begann mit dem „Stadtrundgang entlang der historischen Wehr- und Befestigungsanlage“. Später  kamen weitere Angebote dazu. Die Gassentour, begleitet von den Marktfrauen und Stadtwächtern, ist ebenso interessant, wie die kulturhistorische Kirchenführung durch St.Petri oder der kleine Stadtbummel mit der Marktfrau Mathilde.

Neu ist in diesem Jahr die Klosterbergwanderung. Die Premiere ist am 10.Juni 2022 und auch am 17.Juni wird es noch mal die Möglichkeit geben, über Berg und Tal zu wandern und des „Teufels Findling“ anzuschauen.

Einmal im Monat trifft sich die AG, um ihr Programm weiterzuentwickeln und an aktuellen Projekten zu arbeiten. Das alles geschieht im Ehrenamt und der Obolus, der für die Führung erhoben wird, kommt zu 100% dem Verein zu Gute. Viele Treptower und Gäste ließen sich schon auf eine Zeitreise in frühere Jahrhunderte mitnehmen. 2020 nutze sogar eine Fahrradgruppe aus Osnabrück die Möglichkeit, sich über unsere Stadtgeschichte zu informieren. In diesem Jahr darf die AG sich sogar auf eine Rostocker Busreise Gruppe freuen. Nutzen auch Sie, liebe Leser, die Möglichkeit, Altentreptow zu erkunden und dabei viel Wissenswertes über unsere Heimat zu erfahren.

Anmeldungen nimmt die AG “ Historische Stadtführung“ entgegen:

Simone Schuster: Tel.03961/211446

Sybille Waschk:    Tel. 03961/215828

Mein Herz schlägt:

  • weil es eine bezaubernde Natur im Tollensetal ist und uns die Stadt zu einer wohlwollenden Heimat geworden ist

Engagement lohnt sich:

  • weil wir durch unsere Stadtführungen unseren Gästen die oft   übersehenden Schönheiten von Altentreptow zeigen dürfen und die Dankbarkeit dafür erleben.

Drei Dinge, die jeder gesehen haben muss:

  • erleben Sie uns in den Führungen, und wir werden Ihnen mehr als drei Dinge zeigen!

Eine Baustelle, um die man sich ganz dringend kümmern sollte:

  • das wäre für uns die Pflege der Kleinen Tollense und die Wartung des Markbrunnens,da dort selten Wasser fließt.

Eine Bitte an die Menschen der Stadt:

  • wir wünschen uns ein aktiveres Mitwirken der Einwohner für eine gepflegte Heimatstadt zur Freude für uns alle und für die Gäste.

Theo Hadrath - Vorsitzender des Klosterbergbeirates

Der Klosterbergbeirat ist ein konstruktives Gremium, das sich gezielt mit der Weiterentwicklung und Umsetzung der Ideen rund um den Klosterberg beschäftigt.

Theo Hadrath © R.Heibel
Theo Hadrath © R.Heibel

Mit Theo Hadrath, als Vorsitzenden des im vergangenen Jahr gegründeten Teams, kommt frischer Wind und jugendliches Engagement in das Projekt. Der 24 jährige Altentreptower hat schon eine Menge zu erzählen. Sportliche Erfolge erzielte er in den Jahren, in denen er das Neubrandenburger Sportgymnasium besuchte. Er Begann dort als Leichtathlet und wechselte anschließend zu den Sportschützen des SV „Vier Tore“ Neubrandenburg. Der Gewinn der Goldmedaille bei der Deutschen Meisterschaft 2014 und eine EM – Bronzemedaille 2016 mit der DSB Mannschaft im ungarischen Györ sind stolze Erfolge. Nach dem Abitur absolvierte Theo Hadrath ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Geschäftsstelle des Landesschützenverbandes MV. Im Anschluss daran begann er sein Jurastudium an der Universität Greifswald.

2021 wurde Theo Hadrath zum Landesvorsitzenden der Sportjugend MV – dem Dachverband für alle Jugendabteilungen in den Sportvereinen- gewählt. Außerdem ist er Assistenztrainer in der Juniorennationalmannschaft des Deutschen Schützenbundes in der Disziplin „Pistole“. Seit August 2013 ist Theo Hadrath Mitglied der CDU. Zur nächsten Kommunalwahl möchte er für die Stadtvertretung kandidieren.

Theo Hadrath – ein heimatverbundener, bodenständiger engagierter junger Altentreptower, von dem wir in der nächsten Zeit sicher noch Vieles Lesen, hören und sehen werden.

  • Zur Person: Theo Hadrath, 24 Jahre
  • Zuhause in : Altentreptow
  • Studiengang: Jura im 8.Semester
  • Ehrenamt/ Funktion: Vorsitzender des Klosterbergbeirates und Landesvorsitzender der Sportjugend MV

Mein Herz schlägt für Altentreptow :

  • weil Altentreptow meine Heimatstadt ist, hier bin ich aufgewachsen und hier fühle ich mich zuhause. Der Charme unserer kleinen Stadt am großen Stein ist für mich ein ganz besonderer, den man manchmal auch erst zu schätzen weiß, wenn man einen Blick über die Stadtgrenzen hinaus gewagt hat.

Engagement lohnt sich...

  • für jeden, der soziale und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen möchte. Insbesondere in einer kleinen Stadt wie Altentreptow ist es wichtig, dass wir als Altentreptowerinnen und Altentreptower zusammenstehen und gemeinsam für unsere Stadt Ideen entwickeln und diese umsetzen.

3 Dinge, die jeder Besucher in Altentreptow gesehen haben muss:

  •  den Großen Stein, die historische Altstadt mit Speicher, St. Petri Kirche,die Stadttore und das Tollensetal.

Eine Baustelle, um die man sich ganz dringend kümmern sollte:

  • Altentreptow muss als Stadt aus meiner Sicht attraktiver für junge Familien werden. Neben der von Frau Krepelin im letzten Beitrag richtigerweise erwähnten Vielfalt in der Kitalandschaft, gehört es auch dazu geeignete Bauplätze für Eigenheime zur Verfügung zu stellen. Nur so können wir es Familien ermöglichen, sich in Altentreptow anzusiedeln.

Meine Bitte an die Menschen dieser Stadt:

  • ich wünsche mir auch für die Zukunft einen offenen und gesellschaftlich ehrlichen Umgang miteinander und ein gemeinschaftliches Engagement möglichst vieler Altentreptowerinnen und Altentreptower für unsere Heimatstadt.

Jens Haverland - Schornsteinfegermeister 

Die Sache mit dem Glück und was der Schornsteinfeger damit zu tun hat…

 Schornsteinfegermeister                              © Jens Haverland
Schornsteinfegermeister © Jens Haverland

Wünscht sich nicht jeder ein bisschen Glück? Wie schön, dass es da auch Glücksbinger gibt.


Wann wurde der Schornsteinfeger zum Glücksbringer?
Im 16.Jahrhundert begann sich das Schornsteinfegerhandwerk zu entwickeln. Die Menschen kochten und beheizten ihre Häuser unter offenen Rauchfängen und den ersten Schornsteinen.
Hierbei kam es nicht selten dazu, dass Rußablagerung im Schonstein Feuer fingen und damit das gesamte Haus und auch ganze Ortschaften niederbranden. Um diesem Inferno vorzubeugen, kehrten Schornsteinfeger die Rußablagerungen aus dem Schornstein. Der Schornsteinfeger bewahrte die Menschen somit vor Hausbränden.
Es verbreitete sich der Spruch „Zum Glück gibt es den Schornsteinfeger“.

Jens Haverland ist Schornsteinfegermeister in 3. Generation. Um diesen traditionellen Handwerksberuf ausüben zu können, ging der gebürtige Altentreptower 1998 drei Jahre in die Lehre und schloss diese 2001 erfolgreich mit dem Gesellenbrief ab.
Nach ausgiebiger Praxiserfahrung als Geselle folgte die Ausbildung als Gebäudeenergieberater und die im Handwerk höchste Qualifikation zum Meister.

In der heutigen Zeit umfasst das Berufsbild des Schornsteinfegers viele Aufgabenbereiche.
Hierzu gehören die Kontrolle von Feuerungs- und Lüftungsanlagen auf ihre Betriebs- und Brandsicherheit der Umweltschutz sowie die Energieeinsparung. Hierbei sollen die Betreiber von Feuerstätten vor Kohlenmonoxidvergiftungen und Bränden aber auch vor zu hohen Heizkosten bewahrt werden.

Durch die aktuelle politische Lage sind auch wieder vermehrt Feuerstätten gefragt mit denen man ein Stück weit unabhängig ist. Dazu zählen auch Öfen die mit festen Brennstoffen wie Holz betrieben werden. Deshalb ist auch wieder mehr und mehr das traditionelle Schornsteinfegerhandwerk gefragt.

Auf die Frage, was ein Beispiel für einen besonderen Glücksmoment in seinem Berufsalltag sei, antworte der Schornsteinfegermeister Jens Haverland mit einem Lächeln:
„Der Moment beim Schornsteinfegen an einem sonnigen Wintertag, wenn man die Aussicht in die frostige Winterlandschaft und rauchende Schornsteine von oben sehen kann.“

Zur Person: Jens Haverland, 40 Jahre, verheiratet, 2 Kinder
Zuhause in: Altentreptow
Beruf: Schornsteinfegermeister

Mein Herz schlägt für Altentreptow, weil ich hier aufgewachsen bin.
Engagement lohnt sich: um Zukunft zu gestalten.
3 Dinge, die jeder Besucher in Altentreptow gesehen haben muss: die alten Backsteingebäude, die Stadtmauer und die Tollensewiesen...
Eine Baustelle, um die man sich dringend kümmern sollte: um den Bahnhof.
Meine Bitte an die Menschen der Stadt: Habt die Sonne im Herzen und immer ein kleines Lächeln auf den Lippen.

Martina Groth - Bäckermeisterin 

Bäckerei „Zum Storchennest“ – Handwerk mit Herz, Tradition und Leidenschaft

Bäckermeisterin Martina Groth (r.) mit Kollegin Sonja Berger (l.) © R.Heibel
Bäckermeisterin Martina Groth (r.) mit Kollegin Sonja Berger (l.) © R.Heibel


Leckeres Brot, feines Backwerk, liebevoll gestaltete Torten, eine große Vielfalt im Sortiment, Eis und ein gemütliches Kaffee – das erwartet den Gast, wenn er die „Bäckerei zum Storchennest“ in Altentreptow betritt.


Martina Groth ist die Inhaberin. Es ist ein Generationsbetrieb, den die Chefin der Traditionsbäckerei von ihrem Vater Gerhard Sump übernahm. Dabei war es gar nicht ihr ursprünglicher Wunsch ins Bäckerhandwerk einzusteigen.
Martina Groth arbeitete viele Jahre als Kindergärtnerin. Doch in den geburtenschwachen Wendejahren verlor sie ihre Arbeit. Ihr Vater hatte die Idee eine neue Bäckerei zu bauen. Martina Groth entschloss sich noch mal die Schulbank zu drücken und begann eine Umschulung zur Bäckerin. Die Meisterschule absolvierte sie im Anschluss und hielt am 29.05.2002 den Meisterbrief in ihren Händen.
19 Angestellte waren in der Bäckerei beschäftigt, als Martina Groth den Betrieb übernahm. Heute sind es 38 Kollegeninnen und Kollegen, auf die sie sich zu 100 % verlassen kann und die einen sehr großen Anteil am Erfolg der Firma haben.


Die Corona- Krise hat die Bäckerei gut überstanden, aber steigende Rohstoffpreise und die hohe Inflation, sind neue Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. In 1 ½ Jahren wird Sohn Stefan sich diesen Aufgaben stellen müssen, denn er wird das Traditionsunternehmen weiterführen. Sein Bruder Paul wird ihm bei der Arbeit helfen. Martina Groth will dann immer noch mit Rat und Tat an der Seite ihres Teams sein, möchte aber auch mehr Zeit für die Familie nutzen. Der Tag beginnt dann nicht mehr nachts um 3.00 Uhr. Langweilig wird es aber trotzdem nicht. 6 Enkelkinder warten darauf diese zusätzliche gemeinsame Zeit genießen dürfen. Dankbar ist die Bäckermeisterin auch für die Unterstützung und das Verständnis ihres Mannes, denn oft steht der Beruf gefühlt an erster Stelle.
Die Bäckerei ist ein ganz besonderer Teil unserer kleinen Stadt und weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Fühlen sie sich immer wieder herzlich eingeladen und genießen Sie die schöne und gemütliche Atmosphäre im kleinen Kaffee unterm Storchennest.


Zur Person: Martina Groth, 59 Jahre, verheiratet, 3 Kinder, 6 Enkelkinder

Zuhause in: Altentreptow:

Beruf: Bäckermeisterin


Mein Herz schlägt für Altentreptow weil,
-ich hier aufgewachsen bin.
Engagement lohnt sich:
-wenn man auch in kleinen Städten etwas Neues wagt und zu 100% dahinter steht.
-damit die Kinder bleiben und um die Jugend zu motivieren.
3 Dinge, die jeder Besucher in Altentreptow gesehen haben muss:
-die Tollense ( das Wehr), die Wege zum und auf dem Klosterberg und die Mauerstraße als Verbindung zwischen den beiden Stadttoren.

Eine Baustelle, um die man sich dringend kümmern muss: das Aussterben und den Lehrstand in der Innenstadt.

Meine Bitte an die Menschen dieser Stadt: dankbar sein für das, was wir haben und diese Werte erhalten und achten.

Ulrich Pach - Sattler-und Polstermeister 


Sattler- und Polstermeister Ulrich Pach

Altes Handwerk noch immer gut nachgefragt

Ulrich Pach – Sattler und Polstermeister in Altentreptow – konnte am 01. September 2022 sein 30-jährges Firmenjubiläum feiern. Die Arbeit des Sattlers ist eine alte Handwerkskunst, deren Aufgabenfeld sich im Laufe der Jahrhunderte verändert hat. Im Mittelalter zogen Sattler über Städte und Dörfer und boten dort ihre Lederwaren zum Verkauf an. Beutel, Riemen, Sattel und Geschirrzeug für Pferde waren das hauptsächliche Sortiment. Mit der zunehmenden Verwendung von Traktoren und anderen Zugmaschinen in der Landwirtschaft, ist der Beruf stark in seiner Bedeutung zurückgegangen. Wer den Beruf des Sattler- und Polsterer´s erlernt, dem sind aber auch heute noch genügend Einsatzmöglichkeiten geboten.

In Golchen hat Ulrich Pach bei der Firma Tesch den außergewöhnlichen Beruf erlernt. Einige Jahre arbeitete der 4 fache Familienvater bei der LPG, bevor er 1988 seinen Meistertitel  nach 3-jähriger Ausbildung in Potsdam erwarb.  Dann kam mit den Wendejahren eine Durststrecke. Trotzdem blieb Ulrich Pach seinem Beruf treu. Mehreren verlässlichen Partnern an seiner Seite ist er heute sehr dankbar für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen 3 Jahrzehnten. Die Firma“ Saum und Viebahn“, das „Haus Reinke“, die „Ste Rü Tex GmbH“ und die „Ernst Dieckgraefe GmbH“ werden auch in Zukunft fest mit dem Sattler und Polstermeister zusammenarbeiten, denn Ulrich Pach denkt noch lange nicht ans Aufhören.

Ulrich Pach ist außerdem aktiver Blutspender. 118 mal war er schon für diesen guten Zweck unterwegs.

Wer den Sattler und Polstermeister in seiner Werkstatt besuchen möchte, bekommt Einblicke in eine besondere Atmosphäre spezieller Handwerkskunst und kann dabei die eine oder andere Rarität bestaunen.

Zur Person: Ulrich Pach, 63 Jahre, verheiratet, 4 Kinder

Zuhause in: Altentreptow                                                                                  

Ulrich Pach © R.Heibel
Ulrich Pach © R.Heibel

Beruf: Sattler- und Polstermeister

Mein Herz schlägt für Altentreptow: weil ich hier auf weitem Raum gut wohnen und arbeiten kann.

Engagement lohnt sich: weil man auch immer etwas zurück bekommt wenn man sich einsetzt.

3 Dinge, die jeder Besucher in Altentreptow gesehen haben muss: Eine Fahrradtour über die Stadtgrenzen hinaus durch das Tollensetal: Grapzow, Kessin, Mühlenhagen, Weltzin, Burow und zurück über Burow , Weltzin, Mühlenhagen, Klatzow, Altentreptow. Dabei kann man Vieles entdecken.

4. Eine Baustelle, um die man sich dringend kümmern muss:

Mir fehlt ein bisschen Farbe an manchen neuen Häusern in der Stadt. Zum Beispiel der Neubau am Demminer Tor. Die typische Kleinteiligkeit, die eine Altstadt attraktiv macht, ist an diesem Gebäude leider nicht zu finden.

5. Meine Bitte an die Menschen in der Stadt: Ich wünsche mir mehr Leute, die etwas wagen.


Marita Flemming - neue Wege, neue Ideen

Marita Flemming - neue Wege - neue Ideen

Ein Geschäft, das viele vermissen und an das man sich gern erinnert, das war der „Geschenkeladen Flemming“. Doch es war in 32 Jahren für Marita Flemming und ihre Kunden vielmehr als nur ein Laden. Das gemütliche Flair und die harmonische Atmosphäre haben sich ebenso fest ins Stadtbild eingeprägt, wie die Live-Musik auf dem charmanten Hinterhof bei dem einen oder anderen kulturellen Event.
Doch bevor Frau Flemming die ersten Kunden und Kundinnen begrüßen durfte, arbeite die zweifache Mutter als Heimerzieherin im damaligen Kleiderwerk. In der Unterbaustraße 39 führten die Schwiegereltern bis dato ein Fahrradgeschäft. Familiäre Umstände und der Brand des Kleiderwerkes forderten eine berufliche Neuorientierung und so öffneten Marita Flemming am 12.November 1990 zum ersten Mal die Tür zu ihrem eigenen Geschäft. Starthilfe erhielt die junge Geschäftsfrau damals vom ehemaligen Elektro – Geschäft auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Inhaber Andreas Wolf stellte den Kontakt zu einigen wichtigen Großhändlern und Lieferanten her. Die größte Unterstützung erhielt Marita Flemming aber von ihrer Familie. Gemeinsam mit Schwester Iris wurde der Geschenkeladen zu einem Schmuckstück und gleichzeitig zu einem kleinen Geheimtipp weit über die Stadtgrenzen hinaus.
In diesem Jahr schließt das Geschäft aus wirtschaftlichen Gründen. Die Energiekrise, enorme Preiserhöhungen und andauernde Lieferschwierigkeiten zwingen Marita Flemming zu dem Entschluss, der ihr alles andere als leicht fällt.
Das Wort „ Ruhestand“ zählt aber vorerst noch zu den Fremdwörtern. Mehr Zeit für die Familie ist natürlich fest miteingeplant aber auch für neue Ideen ist jetzt wieder Zeit und Raum. „Wenn sich eine Tür schließt, dann öffnet sich eine neue…“. Wir sind gespannt und wünschen alles Gute, Mut und Kraft für weitere Projekte.
Zur Person: Marita Flemming, 66 Jahre, 2 Kinder
Zuhause in: Altentreptow
1.Mein Herz schlägt für Altentreptow: weil hier meine Heimat ist.

20221026_094347 © R.Heibel
20221026_094347 © R.Heibel


2.Engagement lohnt sich: immer !
3. 3 Dinge, die jeder in Altentreptow gesehen haben muss: Altstadt
4.Eine Baustelle, um die man sich dringend kümmern muss: Bahnhof, als Gesicht der Stadt
5.Meine Bitte an die Menschen in der Stadt: nicht so viel über Missstände schimpfen, sondern dankbar über vieles sein, was erreicht wurde.

Jo & Josephine - "Freut euch des Lebens"

Jo & Josephine, das sind Marita Frehse und Dr. Klaus Röse. Seit 23 Jahren ist das Gesangspaar musikalisch unterwegs. Ihr Repertoire reicht von eigenen Kompositionen, volkstümlichen Schlagern und maritimer Musik bis hin zu Coverversionen und Bearbeitungen. So wurde aus dem „Schneewalzer“ ein Seewalzer - Partymusik im 4/4 Takt.
Marita Frehse arbeitete viele Jahre als Lehrerin in der Schule, die sie als Kind schon selbst besucht hatte.
Klaus Röse erwarb den akademischen Titel als Dr. Phil. im Bereich Literaturwissenschaften. Seine berufliche Reise führte den Lehrer nach Zwickau und Güstrow und anschließend nach Neubrandenburg.
Musik begleitet Marita Frehse und Dr.Klaus Röse ihr ganzes Leben. Vorher spielten sie in verschiedenen Bands und dort haben sich beide kennen und lieben gelernt.
Die Entertainer sind nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern bekannt, sondern auch im Ausland. Ihre Tour führte sie unter anderem durch Australien und Amerika.
Das Duo hat auf zahlreichen Auslandtourneen für Stimmung gesorgt. 2006 bekamen „Jo & Josephine“ vom Sender "German Hit- Radio" den Eagle Award. Gewählt von Hörern in über 100 Ländern in der Kategorie "Duo" erlangten sie diesen speziellen Preis. In den vergangenen Jahren waren 70-80 Auftritte im Jahr keine Seltenheit.
Besonders gern erinnert sich das Gesangspaar an einen Auftritt mit Andy Borg in einer Weihnachtsgala in der polnischen Stadt Zabrze. Dort sangen sie gemeinsam den weltbekannten Klassiker "Stille Nacht, Heilige Nacht". Einen weiteren unvergesslichen Moment erlebte das Duo, als im Australischen Radio ihre Musik gespielt wurde, während sie im Auto saßen und durch die Lande fuhren.
Viele Jahre organisierten „Jo & Josephine“ ihre eigene Fernsehshow, den "Musikantenkrug", der auch Bühne für viele Künstler aus Mecklenburg - Vorpommern war. Die Sendung wurde im deutschen Musikfernsehen ausgestrahlt und in 20 regionalen Sendern.

„Freut euch des Lebens“ - mit diesem Motto möchte das Altentreptower Künstlerduo das Publikum zum Mitmachen und Bewegen einladen
Am 07.Januar 2023 treten „Jo & Josephine“ im Saal des Fritz-Reuter Hauses in Altentreptow wieder vor heimischem Publikum auf. Dafür nimmt das Duo eine neue CD auf.
Karten für das „Schlager Cafe´“ gibt es im Bürgerbüro der Stadtverwaltung.

Jo &Josephine © R.Heibel
Jo &Josephine © R.Heibel



Wir freuen uns darauf und wünschen weiterhin eine gute musikalische Zeit.

Zur Person: Marita Frehse, 66 Jahre und Dr. Klaus Röse, 65 Jahre, verheiratet, 2 Kinder
Zuhause in: Altentreptow
Beruf: Lehrer

1. Mein Herz schlägt für Altentreptow: Josephine: weil ich hier geboren und aufgewachsen bin; Jo: weil es in über 30 Jahren meine Heimat geworden ist.
2. Engagement lohnt sich: weil man anderen hilft und dabei selbst auch gewinnt
3. 3 Dinge, die jeder in Altentreptow gesehen haben muss: sanierte Abschnitte der Mauerstraße, den „Großen Stein“, die Petri-Kirche
4. Eine Baustelle, um die man sich dringend kümmern muss: die Radwege und das gesamte Radwegenetz, davon profitieren Einheimische und Touristen unmittelbar.
5. Unsere Bitte an die Menschen der Stadt: haltet die Stadt sauber, keinen Müll auf den Straßen und Plätzen hinterlassen (Hundekot, Zigaretten, Kaugummi …)


Detlef Klage - Vergangenes für die Zukunft bewahren

Detlef Klage - nicht nur ein Gesicht der Stadt, sondern auch ein Gesicht des Treptower Kultur- und Heimatvereins - ehrenamtlich seit Jahren leidenschaftlich in der Funktion des Vorsitzenden des Vereins gemeinsam mit den anderen engagierten Mitgliedern für den Erhalt der kulturhistorischen Schätze Altentreptows unterwegs. Aufgewachsen im ca. 35km entfernten Kittendorf, kam Detlef Klage 1974 nach Altentreptow an die Oberschule 1. Als Lehrer für Mathematik, Physik und Astronomie unterrichtete er Schüler und Schülerinnen bis zur Klassenstufe 12. Vielleicht denkt der Schauspieler Olaf Burmeister noch an den naturwissenschaftlichen Unterricht des Lehrers zurück. Der gebürtige Altentreptower, der heute in vielen deutschen Filmen zu sehen ist, ist Detlef Klage auf jeden Fall in Erinnerung geblieben.

Eine noch schönere Erinnerung ist die Begegnung mit der jungen Frau, die 1974 ebenfalls an die Altentreptower Schule kam, um dort Geschichte und Russisch zu unterrichten. 2 Jahre später heirateten beide. Von 1985-1991 war Detlef Klage als Direktor der damaligen Käthe- Kollwitz- Schule tätig. In einigen Räumlichkeiten dieser „Roten Schule“ ist heute der Treptower Kultur- und Heimatverein zu Hause. Die darauffolgenden Wendejahre brachten viel Veränderung. So wurde die Maxim-Gorki – Schule am Karlsplatz seine Arbeitsstelle. Danach bildete sich aus der Schule am Karlsplatz und dem Gymnasium die heutige Gesamtschule der Stadt. Da Detlef Klage in der Zwischenzeit zum Personalratsvorsitzenden des Schulamtes Neubrandenburg gewählt wurde und auch im
Lehrerhauptpersonalrat beim Bildungsministerium in Schwerin tätig war, unterrichtete er hier in Altentreptow nur noch einige Stunden. Der Regionalschulteil der Gesamtschule zog dann mit in die Pestalozzistraße. Am Karlsplatz fand danach die Altentreptower Grundschule ihr zu Hause. Seit 2016 ist Detlef Klage Rentner. In diesem Jahr begann der Heimatverein mit seiner Arbeit und ist bis heute nicht mehr aus unserer Stadt wegzudenken. Große und kleine Projekte wurden und werden in Angriff genommen. Der
Heimatkalender wurde in diesen Tagen wieder vielfach verkauft und die Sanierung der St.Georg-Kapelle ist ein erklärtes Ziel. All diese und viele weitere Aufgaben bestätigen den Spruch, dass Rentner niemals Zeit haben. Aber nicht nur im Kultur- Heimatverein ist der pensionierte Lehrer ehrenamtlich unterwegs. 15 Jahre war Detlef Klage stellvertretender Landesvorsitzender der Lehrergewerkschaft. Heute ist er verantwortlich für die Betreuung der Seniorinnen und Senioren im Regionalverband Demmin der Gewerkschaft.
Für die Zukunft wünscht sich Detlef Klage, dass der Generationenwechsel gelingt und dass die Menschen miteinander im Gespräch bleiben.

Detlef Klage © R.Heibel
Detlef Klage © R.Heibel

1. Mein Herz schlägt für Altentreptow, weil ich hier seit 48 Jahren zu Hause bin, weil           

ich hier vor fast 46 Jahren zusammen mit meiner Frau, die ich hier auch
kennengelernt habe, unsere Familie gegründet habe, weil ich hier 40 Jahre lang
Kinder dieser Stadt immer wieder gern unterrichtet habe, weil ich hier so viele
Einwohner kennen- und schätzen gelernt habe, weil sich hier so viele Möglichkeiten
ergeben, sich aktiv in das Stadtleben einzubringen, weil … .


2. Engagement lohnt sich, wenn man merkt, dass man durch seinen persönlichen
Einsatz auch Veränderungen bewirken kann und dabei auf viele Gleichgesinnte trifft.


3. 3 Dinge, die jeder in Altentreptow gesehen haben muss:
- Das Panorama der Stadt vom Kirchturm aus.
- Den Klosterberg mit seinem sich immer noch verändernden Gesicht.
- Das Vereinsgebäude und die Ausstellungen des Treptower Kultur- und Heimatvereins

4. Eine Baustelle, um die man sich dringend kümmern muss:
- Die Rettung einiger historischer Gebäude, die unser Stadtbild prägen. (Bahnhof,
altes Krankenhaus, Stadtmauer, … ). Übrigens „man“ heißt für mich, wir alle!


5. Meine Bitte an die Menschen der Stadt: 
Es wäre sehr schön, wenn viele Altentreptower durch ihr eigenes Zutun für ein
freundliches Gesicht unserer Stadt und für ein gemeinsames Miteinander sorgen
würden. Nicht immer vieles erst zerreden, sondern einfach anpacken.

Pastorenehepaar Giebel - Was das Leben in der Kleinstadt besonders sein lässt

Egal aus welcher Richtung man kommt - die Spitze der Altentreptower St. Petri Kirche ist als erstes zu sehen. Für die Kirchgemeinde, die in diesem wunderschönen Bauwerk zu Hause ist, sind Dr. Michael Giebel und seine Frau Isabell Giebel zuständig. Michael Giebel ist Doktor der Theologie auf dem Fachgebiet Praktische Theologie/Predigtlehre.

Doch bevor das Pastorenehepaar am 01. August 2015 seine Arbeit in unserer Stadt begann, gingen beide ganz unterschiedliche Wege.

In Bassum bei Bremen aufgewachsen, absolvierte Michael Giebel seinen Zivildienst nach dem Abitur. Danach begann er eine Lehre zum Einzelhandelskaufmann. Doch das passte nicht, und so begann er 1997 das Theologiestudium. So ein Studium hat es in sich. Zunächst müssen die Sprachen Latein, Griechisch und Hebräisch erlernt werden, bevor dann das Grundstudium beginnen kann. Das Studium führte den damals angehenden Theologen von Krelingen über Erlangen in die Hansestadt Greifswald. An der dortigen Universität lernte Michael Giebel seine Frau Isabell kennen, die dort ebenfalls Theologie studierte.

Pastorin Isabell Giebel verbrachte ihre Kindheit in Neukirchen bei Chemnitz. Nach dem Abitur wollte sie zunächst in der Gastronomie arbeiten, doch das Interesse für die Fragen um Gott und die Welt waren dann entscheidend für die Studien- und Berufswahl.

Im Jahr 2005 heiratete das Paar. Nach Beendigung des Studiums und der Promotion in Greifswald gingen beide zunächst nach Hildesheim, um dort das Vikariat (die zweite, praktische Ausbildungsphase auf dem Weg zum Pastor) zu absolvieren. Doch dann gings wieder zurück nach Greifswald, wo Michael Giebel als Referent des Bischofs tätig war.

Für das Paar war klar, dass sie gemeinsam eine Pfarrstelle antreten wollten. Und so kam die Altentreptower Kirchgemeinde (mit Groß Teetzleben und Klatzow) zu ihrer Pastorin und ihrem Pastor.

Beide fühlten sich von Anfang an willkommen und aufgenommen. An der Kleinstadt schätzen sie die Bahnanbindung nach Neubrandenburg und weiter gen Süden sowie die kurzen und sicheren Wege – eine wunderbare Umgebung für eine Familie mit mittlerweile drei Töchtern.

Familie Giebel ist gerne mit dem Rad unterwegs. Manchmal darf es auch gerne etwas schneller sein, dann wird das Rennrad rausgeholt.

Und ob man es glaubt oder nicht, Giebels sind Star Wars Fans. Außerdem haben sie ein Faible für die Romane und deren Verfilmungen der britischen Autorin Jane Austen.

Zur Person:  Isabell Giebel, 40 Jahre und

 Dr. Michael Giebel, 47 Jahre, verheiratet, 3 Kinder                     

Zuhause in: Altentreptow

Beruf: Pastorin und Pastor

1) Unser Herz schlägt für Altentreptow, weil wir hier vor über sieben Jahren mit offenen Armen willkommen geheißen wurden.

2) Engagement (für gute Sache) lohnt sich, denn es drückt die Wertschätzung des Lebens aus und macht es so liebenswert.

3) Drei Dinge, die jeder in Altentreptow gesehen haben muss: den Kirchturm von St. Petri von den Tollensewiesen aus, die Tollensewiesen vom Kirchturm von St. Petri aus J , den Klosterberg im Frühjahr, wenn alles grünt und blüht

4) Eine Baustelle, um die man sich dringend kümmern muss: Ausbau des Radwegenetzes, Umsetzung des geplanten Freibades am Klosterberg, eine Minigolfanlage am Großen Stein

5) Unsere Bitte an die Menschen in Altentreptow: Besuchen Sie mal die St. Petrikirche und kommen in den Gottesdienst!

20230111_114225 © R.Heibel
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Mandy Odebrecht, Doris Jesch, Inge Ehlert - Dienstleistung, Service und gute Laune gratis

Dienstleistung, Service und gute Laune gratis

gibt’s im Post- Lotto- und Presse- Shop in der Unterbaustraße 32 – einer von 25500 Postagenturen in Deutschland.

Hier werden eingehende Sendungen bearbeitet, Briefe, Kurierpost, Päckchen und Pakete entgegengenommen, Kassenabrechnungen geführt, aber auch der Versand und die Retouren koordiniert, um nur einige der vielen Aufgaben zu nennen.

Lebensfroh, humorvoll und herzlich – das ist die besondere Stimmung, die Besucher und Kunden beim Betreten der Agentur erwartet.

Verantwortlich dafür sind Mandy Odebrecht und ihre Mitarbeiterinnen.

2007 begann die heutige Chefin, als damals 16-jährige Auszubildende, ihre Lehre zur Kauffrau im Einzelhandel. Ursprünglich hatte Mandy Odebrecht den Wunsch eine medizinische Ausbildung zu beginnen, war aber dafür zu jung. Doch schnell fühlt sie sich im Team, das damals noch von Irmgard Gierz (bekannt als „Die singende Schneiderin“) geleitet wurde, sehr wohl und beschließt auf jeden Fall zu bleiben.

Mit dazu beigetragen haben auch ihre Kolleginnen Doris Jesch und Inge Ehlert.

Die beiden sind im Doppelpack eine geballte Ladung Frauenpower und gemeinsam mit Mandy Odebrecht ein Dream-Team.

Ein witziger und frecher Spruch der quirligen Doris Jesch, die am 01.April schon 20 Jahre dabei sein wird, gehört ebenso zum Service, wie die fröhliche und aufmerksame Begrüßung ihrer herzlichen Kollegin Inge Ehlert.

Gemeinsam haben sie viel auf die Beine gestellt und sind den Altentreptowern bei manchem Fest in bester Erinnerung geblieben.

Legendär ist das Altentreptower Halloweenshopping, beim dem die Postfiliale eine ganz spezielle und feste Station auf der Gruselmeile war. Auch als trendige Hobby-Models waren die Mitarbeiterinnen zu Stadt- und Straßenfesten oft unterwegs und selbstverständlich hatte die Postschenke zur „Treptower Wihnacht“ regelmäßig geöffnet.

Der Post-, Lotto- und Presse Shop, der früher schon ein Delikat-Laden, ein Kinderschuhgeschäft sowie auch einen An- und Verkauf beherbergte, ist längst mehr als eine Annahme- und Beratungsstelle für Postdienstleistungen.

Als Treffpunkt in der Innenstadt ist die Unterbaustraße 32 nicht mehr wegzudenken – ein Stück Heimat, ein Stück Zuhause, ein Stück Altentreptow.

Team Post © R.Heibel
Team Post © R.Heibel

Zur Person:    Mandy Odebrecht, 32 Jahre, verheiratet, 1 Kind       

                         Doris Jesch, 61, verheiratet 2 Kinder                        

                        Inge Ehlert,61, verheiratet, 1.Kind

                        Zuhause in: Altentreptow                                     

  1. Unser Herz schlägt für Altentreptow, weil es unsere Heimat ist.
  2. Engagement lohnt sich, um Leben in der Innenstadt wieder zu erleichtern und zuverschönern
  3. 3 Dinge, die jeder in Altentreptow gesehen haben muss:

*Klosterberg zum Spazierengehen

*St.Petri Kirche

*die Stadttore

4. Eine Baustelle, um die man sich dringend kümmern muss:

*Straßen

*Radwege

*Hundekotproblem

5.  Unsere Bitte an die Menschen der Stadt:

NICHT NUR MECKERN, sondern MACHEN !

GEMEINSAM IST MAN STARK !

 


 Christel Mielke - Landfrau 

Wenn es darum geht die historische und traditionelle Stadtgeschichte bildlichund erlebbar zu machen, darf Christel Mielke nicht fehlen. Sie gehört zu den Landfrauen in Altentreptow. Landfrauen engagieren sich in ganz Deutschland ehrenamtlich in Dörfern und Kommunen. Sie gestalten ländliches Leben aktiv mit und pflegen regionale und vor allem bäuerliche Traditionen. Der Altentreptower Landfrauenverband wurde 1992 in Altentreptow gegründet. 1995 bezogen die Frauen das Haus in der Mauerstraße 4 – errichtet über die Städtebauförderung von Bund, Land und Kommune. Hier wurden die Trachten für das 750-jährige Stadtjubiläum gefertigt. Manche Leser des Amtskuriers werden sich bestimmt noch an den zünftigen Festumzug durch die Straßen der Stadt erinnern, an dem die Altentreptower Landfrauen einen großen Anteil hatten.

 7 Jahre später stellte die Stadt den Landfrauen Räume im Fritz-Reuter-Haus für ihre weiteren ehrenamtlichen Tätigkeit zur Verfügung.

Heute sind Christel Mielke und ihre Altentreptower Ortsgruppe Teil der „Malchiner Landfrauen“. Jeden 2.Dienstag im Monat treffen sich die Landfrauen von 13.00-15.00 Uhr in der Roten Schule, die jetzt ein Zuhause für Vereine geworden ist. Der Umzug dorthin liegt nun ein halbes Jahr zurück. Außerdem laden die Landfrauen einmal im Monat zur Keramikmalerei ein.

Christel Mielke gehört zur Generation der Vertriebenen. In der Nähe von Stettin zu Hause, musste sie als junges Mädchen 1945 mit ihrer Familie flüchten. Altentreptow wurde ihre neue Heimat und als der Vater 1949 aus dem Krieg zurückkehrte, war die Familie wieder komplett. Frau Mielke, die nach dem Schulabschluss eine Ausbildung zum Industrie-Schneider absolviert hat, arbeitete nach der Lehre in der Modellwerkstatt des Kleiderwerkes. Kurzzeitig musste sie Altentreptow verlassen, denn es gab keine Wohnungen. Doch lange hielt sie es nicht in der Fremde aus und so zog sie 1965 wieder nach Altentreptow zurück. Nach der Wende kümmerte sich die Landfrau um die Pflege der Eltern. In das kleine Elternhäuschen in der Mauerstraße ist Christel Milke vor einem Jahr eingezogen. Besonders stolz ist sie auf ihre Fingerhutsammlung - ein wichtiges Utensil einer Schneiderin. Über 700 Exemplare aus aller Welt – von Neuseeland bis Panama – hat Frau Mielke zusammengetragen.

Langeweile kennt sie nicht. Christel Mielke fährt täglich bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad, meistens zu ihrem Enkel.  

Wir wünschen Frau Mielke und ihren Landfrauen weiterhin viele schöne gemeinsame Stunden und bedanken uns für die Hilfe bei vielen Projekten für die Stadt Altentreptow.

Zur Person: Christel Mielke,

                     Rentnerin, 81 Jahre,

                     2 Kinder, 4 Enkel, 2 Urenkel

Zuhause in: Altentreptow

  1. Mein Herz schlägt für Altentreptow: weil es meine Heimatstadt geworden ist.
  2. Engagement lohnt sich:  Gern bin ich Landfrau im Ehrenamt, denn an vielen Veranstaltungen hatten und haben wir immer Spaß und Freude.
  3. 3 Dinge, die man in Altentreptow gesehen haben muss: der Mühlenspeicher zur Weihnachtszeit, das Wehr an der Tollense, die Stadttore.
  4. Eine Baustelle, um die man sich dringend kümmern muss: Bahnhof in Altentreptow
  5. Meine Bitte an die Menschen der Stadt: Mehr Zusammenhalt, um gemeinsam etwas zu bewegen.
Frau Mielke © R.Heibel

Nicole Möhlmann - Spagat zwischen Familie, Beruf und Hobby

Gesichter der Stadt – Nicole Möhlmann – Spagat zwischen Familie, Beruf und Hobby

Genügend Zeit mit dem Partner verbringen, seinen eigenen Hobbys nachgehen können und möglichst einen Beruf ausüben, der Spaß macht: Eine ausgewogene work-life balance ist nicht einfach. 3fach Mama Nicole Möhlmann ist dieser Spagat gelungen. 

Der berufliche Werdegang führte die gelernte Altenpflegerin in die diakonische Pflegeeinrichtung auf dem Klosterberg und dann in die Tagespflege Margarete. Heute arbeitet Nicole Möhlmann als Pflegefachkraft auf der orthopädischen Abteilung des Dietrich Bonhoeffer Klinikums in Altentreptow. Der Beruf ist dankbar und herausfordernd zugleich.

Nicole Möhlmann hat viele Hobbys unter anderem die Fotografie. Einige ihrer Bilder waren auch auf der Ausstellung „Treptower Gesichter“ anlässlich der 777 Jahrfeier der Stadt Altentreptow zu sehen. Im Jahr 2019 meldete sie einen gewerblichen Nebenjob an, der ein guter und entspannter Ausgleich zum Arbeitsalltag im Klinikum ist. Ihr Spezialgebiet ist die natürliche und dokumentarische Familienfotografie, aber auch das Erstellen von Schwangerschafts- und Neugeborenenstories, sowie Hochzeitsreportagen. Den jetzigen Moment einfrieren für später, das ist für die 3fache Mutter immer wieder aufs Neue eine spannende Aufgabe. Für ein Familienshooting, das 30-60 Minuten dauert, braucht die Fotografin vom ersten Foto bis zur Bildübergabe 7-14 Tage. Denn das Bedienen der Kamera ist neben der ausführlichen Vorbereitung auf das Shooting, dem Kundenkontakt, der Locationbesichtigung, der Bildbearbeitung sowie der Galerieerstellung, der Produktbestellungen und liebevoller Kundenpaketzusammenstellung nur ein Teil der Fotografie.

Früher hat Nicole Möhlmann auch gerne Kleidung für sich und ihre Kinder genäht. Dafür bleibt aber im Moment wenig Zeit.

Denn neben Familie, Job und dem Fotografieren ist Nicole Möhlmann Teil des Organisationsteams für den 2.Rosemarsower Flohmarkt, der am 20.05.2023 am neuen Spielplatz stattfinden soll. Wer Interesse hat, daran teilzunehmen kann sich unter der Tel: 017664211558 melden. 

Wir sind gespannt auf die Orte an denen Nicole Möhlmann uns begegnet, in ihrem Alltag mit ihrer Familie oder mit ihren Bildern.

Zur Person:Nicole Möhlmann, 34 Jahre, verheiratet, 3 Kinder( 1, 5 und 11 Jahre), Beruf: Altenpflegerin , Nebenjob: Fotografin

Zuhause in: Altentreptow/ OT Rosemarsow

1. Mein Herz schlägt für Altentreptow: weil ich hier aufgewachsen bin.

2. Engagement lohnt sich: immer,um gemeinsam etwas zu bewegen

3. Dinge, die jeder in Altentreptow gesehen haben muss: das idyllische Tollensetal

4. Eine Baustelle, um die man sich dringend kümmern muss: um den Bahnhof undum ein gut ausgebautes Radwegenetz ausgehend von den nahegelegenen Dörfern, die nach Altentreptow führen, damit beispielsweise auch unsere Kinder/Jugend mit dem Fahrrad sicher in die Stadt zum Fußball oder zur Schule fahren können.

5. Meine Bitte an die Menschen der Stadt: Ein Lächeln ist ein Geschenk, das sich Jeder leisten kann.

Nicole Möhlmann

Frank Schmidt - auch große »Zwerge« haben klein angefangen

Die Altentreptower Eventagentur „Zwergenfeier“ hat in diesem Jahr ein Jubiläum zu feiern. Seit 2 Jahrzehnten begeistert das Team um Frank Schmidt und Ehefrau Stefanie, das Publikum. Veranstaltungen organisieren und professionell umsetzen – bedeutet Arbeit: davor, dabei, dazwischen und danach. Als Frank Schmidt 2003 im Neubrandenburger Marktplatzcenter die ersten Ballons modellierte, ahnte er noch nicht, dass er 20 Jahre später 30 Beschäftigte, 894 Verleihprodukte und 97 Fahrzeuge und Module haben wird. Von Ahlbeck bis München ist die Eventagentur unterwegs und von der Hüpfburg über den leckeren Schokoburger bis zur „Hochzeitslimousine Deluxe“ alles im Gepäck um Groß und Klein zu unterhalten. In der Eventbranche hat der ehemalige Vodafone Vertriebsleiter Höhen und Tiefen erlebt. Die größte Herausforderung war unbestritten die Corona – Krise, in der viele Agenturen umdenken oder sogar aufgeben mussten. Treue Kunden und flexible Mitarbeiter machten es möglich diese Zeit zu überstehen. Die unsicheren Monate nutzte die Eventagentur aber auch dafür, das Angebot zu erweitern und zu optimieren. Trotz zuverlässiger Stammbelegschaft ist Personalmangel aber auch für Frank Schmidt ein Problem, denn jetzt, wo Veranstaltungen wieder Fahrt aufnehmen, ist das Eventangebot stark nachgefragt.

In Altentreptow ist Frank Schmidt am 17.Juni 2023 - dem „Tag der Vereine“ - zu erleben. Er moderiert die Veranstaltung, auf der die Vereine und Organisationen der Stadt und des Amtsbereiches die Möglichkeit haben werden, sich und ihre Arbeit vorzustellen. In der Vorbereitung darauf ist ein individuelles Programm entstanden, das die Vereine in ihrer Vielfalt präsentiert. Frank Schmidt freut sich auf dieses Datum, denn auch die Eventagentur „Zwergenfeier“ setzt viele bunte Akzente, führt Menschen zusammen und gestaltet aktiv das kulturelle Leben in unserer Region mit.

Wir wünschen Frank Schmidt und seinen Mitarbeitern weiterhin gut gefüllte Auftragsbücher und ein dankbares und begeisterungsfähiges Publikum.

Zur Person: Frank Schmidt, 57 Jahre, Eventmanager, verheiratet, 5 Kinder

Zuhause in: Altentreptow

Frank © R.Heibel
Frank © R.Heibel
  1. Mein Herz schlägt für Altentreptow, weil: ich hier geboren wurde und es meine Heimat ist.
  2. Engagement lohnt sich, weil: es ohne Engagement keinen Erfolg gibt.
  3. 3 Dinge, die man in Altentreptow gesehen haben muss: den Mühlenspeicher zur Weihnachtszeit, den gesamten Klosterberg mit großem Stein, das Tollensetal
  4. Eine Baustelle, um die man sich dringend kümmern muss: der Innenstadt wieder Leben einhauchen und mehr Anlaufstellen für die Jugend schaffen.
  5. Meine Bitte an die Menschen der Stadt: Bringt euch alle ein, um Altentreptow auf viele Arten noch schöner zu machen.

Grit Näcker - Beruf und Ehrenamt für die Heimatstadt

Wenn man in Altentreptow nach Schubedarf-, Schreibwaren, Spielzeug oder Büchern sucht, wird man im „Tintenfass“ im Tollense EKZ in der Fritz- Reuter- Straße 9 bestens versorgt.  Inhaberin Grit Näcker eröffnete das bekannte Geschäft am 17.05.1999.

 Nach der Schule absolvierte die gebürtige Altentreptowerin aber erstmal eine Ausbildung zur Baufacharbeiterin im Wohnungsbaukombinat Neubrandenburg. Die Wendejahre forderten eine Neuorientierung und so arbeitete Grit Näcker nach der Geburt ihres ersten Kindes in der ehemaligen Kaufhalle in der Brunnenstraße als Verkäuferin. Die Familie vergrößerte sich erneut und eine Umschulung zur Bürokauffrau stand an. Anschließend arbeitete Grit Näcker als Marktleiterin im Baumarkt, bevor sie den Sonderpostenmarkt im Tollense EKZ betreute. Dort bemerkte Grit Näcker die große Nachfrage nach Schulbedarf und fasste den Entschluss, sich mit einem Schreibwarengeschäft selbstständig zu machen. Damit kam Sie Ihrem Traum vom eigenen Buchladen ein ganzes Stück näher. Die erste Zeit war schwer. Der damals noch kleine Laden musste erst bekannt werden. Zeitgleich wurde auch die Fritz- Reuter -Straße saniert, so dass der Kundenzulauf gering war. Innerhalb des Einkaufszentrums ist die Händlerin drei Mal umgezogen. In den jetzigen Räumlichkeiten fühlt sich die erfahrene Geschäftsfrau sehr wohl und hat wunderbare Ideen, um das „Tintenfass“ noch attraktiver zu machen – eine Lesung zur Weihnachtszeit steht ebenso auf dem Plan, wie ein Kinderbastelnachmittag. Viele Kunden nehmen auch den Brief- und Paketdienst in Anspruch.

So mancher Altentreptower kennt Grit Näcker auch als Sportlerin. 9 Jahre spielte sie aktiv Handball und ist auch heute noch Mitglied im HV Altentreptow.

Auch für den Treptower Kultur- und Heimatverein engagiert sich die Ehrenamtlerin und unterstützt den Verein als Stellvertreterin des Vorsitzenden Detlef Klage.

Beruf und Ehrenamt sind sehr zeitintensiv und trotzdem kommt Grit Näckers Leidenschaft - das Lesen – nicht zu kurz. Kraft und Energie für dieses Pensum sammelt sie bei und mit ihrer Familie.

Die Vorbereitungen für den Schulbedarf der Schülerinnen und Schüler laufen jetzt schon auf Hochtouren. Im Vorfeld wurde gemeinsam mit Lehrern und Lehrerinnen über Möglichkeiten, Angebote und notwendige Unterrichtsmaterialien beraten, organisiert und geplant.

Wir wünschen Grit Näcker alles Gute für die Zukunft und bedanken uns an dieser Stelle für das große Engagement für unsere Stadt.

Grit © R.Heibel
Grit © R.Heibel

Zur Person:

Grit Näcker, 54 Jahre, verheiratet, 2 Kinder ,1 Enkelkind

Beruf: Inhaberin „Tintenfass“ Fachhandel für Bürobedarf in Altentreptow

Ehrenamt: Mitglied Heimatverein

Zuhause in Altentreptow

 

Alex - Urgestein auf dem Altentreptower Wochenmarkt

Abdul Mussini, den Besuchern des Altentreptower Wochenmarktes besser als „Alex“ bekannt, ist seit 31 Jahren einer der treuesten Händler. Bei Wind und Wetter ist der Kaufmann dienstags und donnerstags regelmäßig mit seinem Textilstand auf dem Marktplatz zu finden. An den anderen Wochentagen baut Abdul Mussini seinen Stand in Grimmen und Demmin auf. Die letzten Jahre waren nicht leicht. Die Corona Krise stoppte den Handel und auch der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Veränderungen, ließen die Kosten steigen. Es reicht manchmal nur für das Standgeld, für das Benzin und die Krankenversicherung. Trotzdem kommt Abdul Mussini immer wieder gern nach Altentreptow, denn mit den Jahren sind Freundschaften entstanden und Stammkunden schauen regelmäßig am Stand vorbei. Den selbstgemachten Tee teilt der freundliche Geschäftsmann gern bei einem netten Gespräch. Überhaupt sind Freundlichkeit und Höflichkeit bei Abdul Mussini eine wichtige Voraussetzung für ein gutes Miteinander.

Geboren ist er in Afganistan.

„Dort ist meine Heimat, aber in Mecklenburg – Vorpommern bin ich zu Hause“, sagt der Händler, der in der Nähe von Loitz lebt und 6 verschiedenen Sprachen beherrscht.

Seine Geschwister sind in der ganzen Welt zu finden – in London, Holland, Hamburg, Iran und Afganistan.

In seiner Freizeit fährt Abdul Mussini gern Fahrrad, sammelt Briefmarken, Kugelschreiber und Banknoten und Münzen aus aller Welt. Außerdem hat er Tauben, Kanarienvögel und Schafe, die versorgt werden müssen.

„Zufriedenheit und Gesundheit ist der beste Reichtum“ – das ist Abdul Mussinis Lebensdevise.

Dem schließen wir uns an und wünschen alles Gute für die Zukunft.

Zur Person: Abdul Mussini , 56 Jahre, verheiratet, 2 Kinder

20230622_112505 © R.Heibel
20230622_112505 © R.Heibel

Beruf: Übersetzer und Verkäufer

Zuhause in: in der Nähe von Loitz

1.Mein Herz schlägt für Altentreptow: weil ich mich in Mecklenburg – Vorpommern und besonders in Demmin und Altentreptow sehr wohl fühle.

2. Engagement lohnt sich: weil ein freundlicher Umgang mit und für Menschen immer etwas bewirkt.

3.3 Dinge, die man in Altentreptow gesehen haben muss: den Marktplatz mit dem schönen Rathaus, die Stadttore und  die St.Petri Kirche

4. Eine Baustelle, um die man sich dringen kümmern muss: ein paar mehr Händler auf dem Marktplatz

5. Meine Bitte an die Menschen der Stadt: Etwas mehr gute Laune. Ein lächelndes Gesicht und ein höfliches „Hallo“ kosten kein Geld.

Rudi Korth - Tausendsassa mit grünem Daumen

Über Rudi Korth gibt es eine Menge zu berichten. Ob Kommunalpolitik oder Kirchgemeinde – der 83jährige ist in vielen Bereichen engagiert.

1939 in Altentreptow geboren, lebte Rudi Korth mit seiner Mutter bei Familie Köster. Dort ging er nach der Schule in die Tischlerlehre. 1961 absolvierte er erfolgreich die Meisterschule und arbeite bis 1990 in der Tischlerei Köster.

Nach der Wende bildete der Tischlermeister in Umschulungen Menschen, die ihre Arbeit verloren hatten und nach Alternativen suchten, in seinem Handwerk aus.

Die evangelische Kirchgemeinde begleitet Rudi Korth schon seit der Kindheit. In der jungen Gemeinde lernte er damals auch seine Frau kennen. 4 Jahrzehnte war Rudi Korth Mitglied im Kirchgemeinderat und seit 70 Jahren spielt er Posaune. Sein großer Wunsch wäre es, wenn die Ur-Enkeltochter das Posaunespielen erlernen würde. Dann ginge dieses schöne Hobby schon in die 4.Generarion.

Eine besondere Herzensangelegenheit ist Rudi Korth das Grün in der Stadt. Der engagierte Altentreptower Kurt Feseler machte ihn vor vielen Jahren mit der Naturschutzarbeit vertraut. Viele Bäume in der Stadt hat Rudi Korth gepflanzt und teilweise auch selbst gezogen. Auf dem Jungfernstieg, auf dem Klosterberg oder auf dem Friedhof stehen diese Bäume und umrahmen Allen, Straßen und Plätze. An der L 35 ist schon ein richtig kleiner Wald entstanden. Eine weitere Idee wäre eine bunte Streuobstwiese auf dem Klosterberg, die ursprünglich und natürlich bleibt und nur 2 x im Jahr gemäht werden muss.

Von 1990 bis 2003 war Rudi Korth Stadtvertreter und heute ist er immer noch für den Bauausschuss tätig.

Rentner haben niemals Zeit, dieser Spruch trifft auch auf Rudi Korth zu. Denn Langeweile kennt der rüstige Senior, der oft mit dem Fahrrad unterwegs ist, nicht. In seiner kleinen Werkstatt hinterm Haus ist er noch immer fleißig am Tischlern für Freunde, Familie und für die Kirchgemeinde.

Wir bedanken uns für die wertvolle ehrenamtliche Arbeit für die Stadt Altentreptow und wünschen uns immer wieder die Handschrift von Rudi Korth in unserer Stadt entdecken zu können.

Zur Person: Rudi Korth, 83 Jahre, verheiratet, 2 Kinder, 4 Enkelkinder und 2 Urenkelkinder 

Beruf: Tischler/ Rentner

Zuhause in: Altentreptow

Rudi © R.Heibel
Rudi © R.Heibel

1.Mein Herz schlägt für Altentreptow: weil es meine Heimatstadt ist.

2.Engagement lohnt sich: weil ich möchte, dass Altentreptow grüner wird.

3.3 Dinge, die man in Altentreptow gesehen haben muss: unsere St.Petri Kirche und der große Stein.

4. Eine Baustelle, um die man sich dringend kümmern muss: der Bahnhof von Altentreptow

5.Meine Bitte an die Menschen der Stadt: Ich wünsche mir, dass alle sich um Ordnung und Sauberkeit bemühen.

Helmut Stoldt - Vielseitig, farbenfroh und realistisch 

Wer aus der Fritz- Reuter-Straße kommend Richtung Innenstadt unterwegs ist, kann das Wandgemälde von Helmut Stoldt nicht übersehen. Vor 3 Jahren entstand dieses wunderschöne Bild passend zum 775 - jährigen Stadtjubiläum. Aber auch an anderen Orten der Stadt sind seine Arbeiten zu finden. So zum Beispiel im Fritz - Reuterhaus, in der KGS, am Anglertreff, in der Pension Central oder im Steuerbüro Quast, um nur einige zu nennen.

Der Ur-Altentreptower zog mit seiner Familie 1959 nach Rosemarsow. Kunst wurde Helmut Stoldt schon in die Wiege gelegt. Sein Vater, der in der Talberger Schmiede arbeitete, war ein Kunstschmied und der Onkel verdiente sein Geld als Anstreicher und Kunstmaler.1960 besaß Rosemarsow noch eine Schule. Dort wurde Helmut Stoldt eingeschult. Den großen Öl-Farbkasten seinen Onkels benutzte Helmut Stoldt gern und wurde von seiner Familie oft darum gebeten die Bauern in der Schmiede zu malen. Nach dem Schulabschluss in Altentreptow absolvierte Helmut Stoldt bei der Firma „PGH Motor“ in Altentreptow eine Lehre zum KFZ - Schlosser und fuhr danach erstmal 2 Jahre zur See. Zurück in Altentreptow ging die berufliche Reise nochmals zur „PGH Motor“, dann zur „Spedition Gertner“ und anschließend zum Opelautohaus. In Bartow baute Helmut Stoldt außerdem an Oldtimern, bevor er dann 13 Jahre als Hausmeister an der KGS tätig war.

20230807_110631 © R.Heibel
20230807_110631 © R.Heibel

Für Helmut Stoldt ist die Malerei nicht das einzige Hobby. Viele Jahre war er Mitglied im Altentreptower Stadtchor. Auf Familienfeiern ist sein „Mendocino“ ein fester Programmpunkt. Zur Treptower Wihnacht kann man im Speicher auch seine Keramikarbeiten und Holzschnitzereien bestaunen. Seine Bilder sind realistisch und geben durch die immer wiederkehrende Farbigkeit und Klarheit einen besonderen Akzent. Das ist eben ein typischer „Stoldt“- so erkennt man seine Bilder schon auf den ersten Blick.

Wir freuen uns, mit den Bildern von Helmut Stoldt einen Teil einer lebendigen offenen Galerie in unserer Stadt zu haben und sind gespannt, wann wir wieder ein neues Treptower Kunstwerk entdecken.

Zur Person:  Helmut Stoldt, 69 Jahre, verheiratet 2 Kinder

Beruf: Rentner

Zuhause in: Altentreptow

  1. Mein Herz schlägt für Altentreptow weil: ich hier geboren und aufgewachsen bin.
  2. Engagement lohnt sich weil: man damit viele Dinge auf den Weg bringen kann.
  3. Dinge, die man in Altentreptow gesehen haben muss: unsere stolze St.Petri Kirche und das schöne Umland von Altentreptow
  4. Eine Baustelle, um die man sich in Altentreptow dringend kümmern muss: die Wiederbelebung der Innenstadt
  5. Meine Bitte an die Menschen der Stadt: Bleibt oder werdet gesund und immer ein friedliches Miteinander

 

Bärbel und Hans-Karl-Hugo Koppe - ein Leben Lang in Bewegung in Tradition, Handwerk und Reiselust

Bärbel und Hans-Karl- Hugo Koppe spazieren gern durch Altentreptows Straßen.

Jeden Tag an die frische Luft zu gehen und sich zu bewegen, ist für das Ehepaar selbstverständlich und wichtig. Vieles hat sich in den Jahren in Altentreptow verändert. In der Unterbaustraße, in der Bärbel Koppe einige Jahrzehnte ein Tabak- und Spirituosen - Geschäft führte, ist es ruhig.

Das war nicht immer so…

Bärbel Koppe kommt 1944 als 4jährige mit ihrer Mutter aus Stettin nach Altentreptow. Sie besucht hier die Schule. Mehrere Jahre spielt sie auch Handball. Ihr Wunsch ist es später einmal als Sportlehrerin oder in einem Kinderheim zu arbeiten. Aber es kommt alles anders und so beginnt Bärbel Koppe eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau in der Molkerei. Weitere berufliche Stationen sind anschließend das „Centrum Warenhaus“ in Neubrandenburg, der „Rat des Kreises“ /Abt. Landwirtschaft in Altentreptow und die Verwaltung des Käsewerks.

Hans–Karl-Hugo Koppe ist Ur-Altentreptower und absolviert nach der Schulzeit eine Friseurausbildung. 1961 schließt er die Meisterschule ab und studiert, um zwei Jahre später in die Berufsschule nach Neubrandenburg zu gehen und dort Lehrlinge im Friseur-Handwerk auszubilden.

1961 heiratet das Paar und 3 Kinder lassen die Familie schnell größer werden. 1972 übernimmt Bärbel Koppe das Geschäft ihrer Schwiegereltern in 3. Generation. Um die viele Arbeit zu erledigen werden auch Ladenhilfen eingestellt. Eine besonders herzliche und aufgeschlossene Verkaufskultur sorgen für den Erfolg und die Beständigkeit des Geschäftes auch in Krisenzeiten.  Im Jahr 2002 schließt das traditionsreiche Geschäftshaus nach 116 Jahren.

 An den speziellen Tabakduft im Verkaufsraum erinnern sich die Kunden noch lange Zeit danach.

Übrig geblieben ist auch eine alte Zigarrenpresse auf dem Dachboden des Hauses.

In den letzten Jahren sind Bärbel und Hans Karl Hugo Koppe viel gereist. Fuerte-Ventura ist schon fast zur zweiten Heimat geworden. Aber auch andere Reiseträume hat sich das Ehepaar erfüllt – Russland, Brasilien, Kanada…, um nur einige Urlaubsziele zu nennen.

In Altentreptow besuchen beide gern die Veranstaltungen in der Stadtbibliothek oder auch Konzerte in der St.Petri Kirche. Die gute und einfache Bahnanbindung nutzt das Paar gern um mal auf einen Kaffee nach Neubrandenburg zu fahren.

Wir wünschen Familie Koppe beste Gesundheit und eine (ent)- spannende Zeit zwischen Fernweh und Heimweh…

Zur Person: Bärbel Koppe, 83 Jahre, Rentnerin

                      Hans-Karl-Koppe, 87 Jahre, Rentner

                      3 Kinder, 4 Enkelkinder ,5 Urenkelkinder

Zuhause in: Altentreptow

      1. Mein Herz schlägt für Altentreptow: weil es unsere Heimatstadt ist. Wir sind hier aufgewachsen und leben gemeinsam 62 Jahre in dieser Stadt.
      2. Engagement lohnt sich: weil man zusammen viel bewegen kann.
      3. Drei Dinge die man in Altentreptow gesehen haben muss: sind natürlich unsere schöne Kirche, der große Stein und das wunderschöne Tollensetal.
      4. Eine Baustelle, um die man sich dringend kümmern muss: für ausgedehnte Spaziergänge wünschen wir uns auch am Stadtrand Bänke.
      5. Unsere Bitte an die Menschen der Stadt: weiterhin ein friedliches und freundliches Miteinander, das macht das Leben in unserer kleinen Stadt so schön.   
Screenshot 2023-11-30 160113 © R.Heibel
Screenshot 2023-11-30 160113 © R.Heibel

Iris Böttcher - zwischen Galerie, Pension und viel Heimatliebe

Iris Böttcher – zwischen Galerie, Pension und viel Heimatliebe

Wer in den letzten Wochen im Rathaus war, konnte Werke der Altentreptowerin Iris Böttcher bestaunen. Ihre Bilder sind Teil einer Ausstellung, die sie gemeinsam mit Bildern des Malers Jürgen Dux präsentiert.

Die Malerei ist seit vielen Jahren Hobby und Ausgleich zum Beruf. Iris Böttcher betreibt die „Pension Central“ in der Bahnhofstraße 36.

20231106_110432 © R.Heibel
20231106_110432 © R.Heibel

Am 15. Dezember feiert die Inhaberin das 30 - jährige Jubiläum und kein Jahr war wie das andere. Dabei wollte Iris Böttcher als junges Mädchen unter gar keinen Umständen in dieser Branche arbeiten.

Geboren in Torgelow zog sie mit den eltern Jörg un dIlse Vohel 1966 nach Klatzow, wo die Eltern 10 Jahre die Interraststätte betrieben. Die Eltern hatten immer viel zu tun und wenig Zeit für die zwei Mädchen. So verbrachten die beiden mit Cousin und Cousine alle ferien bei den Großeltern auf dem bauernhof in Sachsen Anhalt. 

1976 zogen sie dann nach Altentreptow. Dort leitete der Vater die Schulküche und die Mutter bewirtschaftete die dem Konsum zugehörige Wohngebietsgaststätte "Vogelkäfig".

Nach der Schule machte Iris Böttcher eine Ausbildung zur Wirtschaftskauffrau in der LPG Tützpatz und arbeitete danach beim Rat des Kreises in Altentreptow. Während dieser Zeit absolvierte sie ein 41/2jähriges Fernstudium im Fach Rechnungsführung und Statistik.

1989 stellte die politische Wende in der DDR viele Menschen vor die große Frage: „Wie geht’s weiter?“ Der Kiosk an der Badeanstalt wird für Iris Böttcher nun der Einstieg in die Gastronomie. Doch die HO (Abk.“Handelsorganisation“ /staatl.geführtes Einzelunternehmen in der DDR) löst sich auf und der Kiosk schließt. Iris Böttcher ist mutig.- mietet das ehemalige „Kaffee Freundschaft“ und entschließt sich sogar zum Kauf des Objektes.

Von nun an heißt es das große Arbeitspensum in der Gaststätte und den nachgefragten Außer-Haus Verkauf optimal zu koordinieren. Die 1. Gäste sind am 15. Dezember 1993 die damaligen Stadtvertreter.

Nach und nach kommt auch noch der Pensionsbetrieb dazu. Es waren bewegte arbeitsreiche Jahre auch mit familiären Veränderungen. nach 10 Jahren trennten sich die Eheleute Böttcher. Dann stand sie allein ihren Mann, hatte aber Unterstützung durch Rat und tat von ihrer Mutter.

Währen der Coronazeit entscheidet sich Iris Böttcher dafür, sich ausschließlich auf die Zimmervermietung zu konzentrieren. 7 Zimmer bieten Platz für 15 Gäste. Jeder der die Pension betritt, sieht, dass hier eine Künstlerin zu Hause ist. Über 90 Bilder machen den Treppenaufgang zu einer ganz besonderen Galerie. Die Zimmer sind unterschiedlich gestaltet und liebevoll eingerichtet. Der Blick in die Bahnhofstraße ist unverwechselbar.

In ihrer Freizeit hat Iris Böttcher nicht nur Freude an der Malerei, in der sie auch gern neue Techniken und Ideen ausprobiert. sondern auch an der Fertigung ausdrucksvoller Keramiken und handgetöpferter Tonfiguren…

Für die Zukunft wünschen wir Iris Böttcher beste Gesundheit, viele nette Gäste

und noch eine Menge kreativer Projekte.

Zur Person:Iris Böttcher, 59 Jahre, Inhaberin Pension "Central"

                   

Thomas Burmeister - immer in Bewegung für Beruf, Familie und Ehrenamt

Das Möbelhaus Burmeister in Altentreptow ist jedem bekannt. Thomas Burmeister führt das Geschäft in 3. Generation. Der 1963 geborene Altentreptower übernahm das Möbelhaus, zu dem auch eine Tischlerei gehört, von seinen Eltern. Das um 1900 gebaute Gebäude war zunächst ein Textilgeschäft in bester Lage direkt an der Straße von Neubrandenburg kommend.

In den 1930er Jahren kauften die Großeltern das Haus und eröffneten ihre Tischlerei und das Möbelgeschäft. Anfangs wurden alle Möbel selbst gefertigt. Später wurden auch industriell hergestellte Stücke verkauft.

Von 1975 bis 2002 führten die Eltern das Haus. Dann führte der gelernte Tischler, der nach der Ausbildung auch die Meisterschule absolvierte, die Firma fort.

Die Tischlerei und der Möbelhandel wird heute nur noch geringfügig geführt.

Zusätzlich zur Arbeit im Geschäft, ist Thomas Burmeister seit 2020 in der St.Petri Kirche als Hausmeister beschäftigt.

Zu den vielen Aufgaben gehört die Pflege des Außenobjektes, Reparaturarbeiten, das Sauberhalten der Kirche, die Vorbereitung der Gottesdienste und auch die Baubegleitung. Zur „Treptower Wihnacht“ sorgte er für eine optimale Vor- und Nachbereitung aller Veranstaltungen rund um die St.Petri Kirche. Seit 2016 gehört Thomas Burmeister auch zum Bauausschuss der Kirchgemeinde.

Wo Hilfe gebraucht wird, ist der 4fache Familienvater zur Stelle. Doch ohne die Unterstützung seiner Frau Mandy könnte Thomas Burmeister, dieses Pensum nicht schaffen.

In den Corona - Jahren arbeitete Thomas Burmeister ehrenamtlich im Testzentrum in der MZE auf dem Klosterberg. Mit vielen anderen Helfern stellte er die regelmäßige Möglichkeit zur Testung sicher.

Wir danken Thomas Burmeister und wünschen ihm für die Zukunft Gesundheit und Spaß an der Arbeit und Freude im Ehrenamt.

20231215_092708 © R.Heibel
20231215_092708 © R.Heibel

Zur Person: Thomas Burmeister, 60 Jahre, Tischlermeister, verheiratet 4 Kinder, 1 Enkelkind

1.Mein Herz schlägt für Altentreptow: weil ich hier arbeite, lebe, geboren und aufgewachsen bin.

2.Engagement lohnt sich: weil man etwas zurückgeben und bewirken kann.

3.3 Dinge, die man in Altentreptow gesehen haben muss: die St.Petri Kirche mit dem wunderschönen Turmausblick, den Großen Stein und den Klosterberg und das herrliche Tollensetal

4.Eine Baustelle, um die man sich dringend kümmern muss: Kindersichere Radwege in Altentreptow und Umgebung und ein Fußgängerüberweg in der Stralsunder Straße Richtung Sportplatz

5.Meine Bitte an die Menschen der Stadt: Jeder sollte sich in die Gesellschaft mit dem, was er kann einbringen.

Anita Plötz- Helfen, unterstützen , engagieren

Wenn man Anita Plötz begegnet, dann ist sie immer in Bewegung – unterwegs mit Hund, Rad oder direkt auf dem Weg zu einem Termin. Die Leiterin des Frauenbundes Altentreptow hat immer alle Hände voll zu tun. Geboren wurde die engagierte Altentreptowerin 1950 in Pinnow. Zu Hause sprach die Familie ausschließlich plattdeutsch, daher fällt es ihr leicht die Heimatsprache zu verstehen. In der Schule wurde aber nur hochdeutsch unterrichtet, so dass es eine große Umstellung war. Da 1965 noch die 8-Klassen-Schulpflicht bestand, ging sie nach Wildberg um dort den Abschluss der 10. Klasse zu erlangen. Das anschließende Lehrerstudium musste sie krankheitsbedingt abbrechen. Am 15.April 1968 fing die damals 18jährige junge Frau im Kindergarten in der Mühlenstraße an zu arbeiten und begann am 1.September desselben Jahres ein 3,5 jähriges Fernstudium in Schwerin zur beruflichen Qualifikation einer Kindergärtnerin. In den folgenden Jahren arbeitete Anita Plötz in verschieden Kindereinrichtungen der Region, unter anderem in Klatzow, Groß Below, Golchen, Altentreptow und Burow. Die fast 15 km von Pinnow nach Altentreptow bzw. Klatzow fuhr sie bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad. In den Jahren des Studiums wurden auch die beiden Kinder geboren. Endlich bekam die junge Familie 1973 eine Wohnung in Altentreptow .1979 wechselte sie zum Rat des Kreises. Dort übertrug man ihr den Aufgabenbereich Jugendfragen/Körperkultur und Sport. Mit der Kreisgebietsreform 1992 veränderte sich der Tätigkeitsbereich erneut und Anita Plötz wurde Leiterin der Bußgeldstelle in Demmin. Parallel dazu absolvierte sie ein Fernstudium für den gehobenen Dienst in Greifswald. Das Jugendamt war dann die letzte berufliche Station, bevor sie 2012 in Rente ging. Das bedeutete, sie musste sich neu strukturieren. So war Anita Plötz von 2013-2019 ehrenamtlich in der Tagessgruppe des DRK tätig.

Es erwärmt immer noch ihr Herz wenn ehemalige Kinder dieser Gruppe sie grüßen oder ansprechen.

Neben Arbeit und der Familie engagiert sich Anita Plötz seit vielen Jahrzehnten für die Frauenarbeit. Nach der Auflösung des Demokratischen Frauenbundes in Mecklenburg - Vorpommern beschlossen engagierte Frauen, die bisherige ehrenamtliche Tätigkeit für Frauen der Stadt auch ohne Zugehörigkeit eines Vereins fortzusetzen. Viele Veranstaltungen wurden und werden regelmäßig auf die Beine gestellt. Dazu gehört die traditionelle Frauentagsfeier, das Drachenfest, das Herbstfest oder das Adventskaffee im Speicher. In diesem Jahr unterstützt der Frauenbund auch die Kinderkreativwerkstatt. Wer Zeit und Lust hat die Arbeit der Frauen zu unterstützen ist herzlich eingeladen zum Treff an jedem letzten Mittwoch im Monat in der Zeit von 14.30-16.30 Uhr im Vereinsraum in der Roten Schule.

Trotz so eines vollen Terminkalenders bleibt auch noch Zeit für Hobbys, für die  Gartenarbeit oder das Lesen.

Wir bedanken uns bei Anita Plötz und ihrer Frauengruppe und wünschen weiterhin gutes Gelingen bei allen Projekten und Vorhaben.

20240111_101407 © R.Heibel
20240111_101407 © R.Heibel

Zur Person: 73 Jahre alt, Rentnerin, 2 Kinder, 4 Enkelkinder, 3 Urenkel

1.Mein Herz schlägt für Altentreptow, weil die Stadt seit 50 Jahren meine Heimat ist.

2. Engagement lohnt sich, weil man etwas bewirken kann.

3. 3 Dinge, die man in Altentreptow gesehen haben muss: die Altstadt mit der Mauerstraße und das Wohngebiet Ziegelei mit Blick auf das Tollensetal

4. Eine Baustelle, um die man sich in Altentreptow dringende kümmern muss: ist das Bahnhofsgelände. Es ist im jetzigen Zustand ein großer Schandfleck und wirft ein schlechtes Bild auf die Stadt.

5. Meine Bitte an die Menschen der Stadt: Nicht so viel über Missstände schimpfen, sondern sich einbringen und verändern helfen. Jeder kann dazu beitragen, dass die Stadt sauberer wird. Es ist ärgerlich wenn mutwillig zerstört wird.

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